Achtung Schuldenfalle! Die häufigsten Schuldenfallen

von Tino Richter

Wann spricht man von einer Schuldenfalle?

Schuldenfalle

Auf dieser Seite erfahren Sie etwas über die häufigsten Schuldenfallen sind und wie Sie sich aus einer  Schuldenfalle befreien.

Schulden zu machen ist an und für sich kein Problem. Doch sobald ein Schuldner nicht mehr genug Geld hat, um die Schulden, die Zinsen und gegebenenfalls die Zinseszinsen zurückzuzahlen, läuft er Gefahr in die Schuldenfalle zu tappen. Der Schuldenberg häuft sich und wenn der Schuldner zahlungsunfähig ist, schnappt die Schuldenfalle zu.

Damit sie gar nicht erst in diese Situation kommen, ist es wichtig, die Fallen zu kennen und zu umgehen. Denn befindet man sich erst einmal im Teufelskreis der Verschuldung, ist es gar nicht so leicht, wieder herauszukommen. Doch auch wenn Sie sich bereits in dieser misslichen Lage befinden, ist das kein Grund zum Verzweifeln. Für jedes Problem gibt es eine Lösung!

Was sind die häufigsten Schuldenfallen und wie vermeide ich sie?

Eine Schuldenfalle entsteht – einfach gesagt – wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Das kann verschiedene Ursachen haben, entweder sind die Einnahmen zu gering oder die Ausgaben zu hoch. Man kann dabei zwischen zwei Arten der Verschuldung unterscheiden.

Die unverschuldete Schuldenfalle

Viele Menschen glauben, dass ein Schuldner selbst die Schuld an seiner Situation trägt. Doch das ist nicht so! Denn die häufigsten Ursachen, aus denen ein Mensch in eine Schuldenfalle gerät, sind unverschuldet und können jeden treffen: Plötzliche Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Trennung vom Partner, der Tod des Partners, Arbeitsunfähigkeit oder Krankheit führen die Liste an. Denn durch den unerwarteten Einschnitt im Leben kann die Finanzlage schnell aus dem Gleichgewicht geraten. Das Einkommen fällt weg oder sinkt drastisch. Der Betroffene kann seinen Lebensunterhalt nicht mehr alleine beschreiten und nimmt einen Kredit auf, den er nicht zurückzahlen kann. Oder zuvor aufgenommene Kredite, zum Beispiel für ein gemeinsames Haus, oder Ratenzahlungen können nicht mehr zurückgezahlt werden und die Summen, die zur Tilgung zur Verfügung stehen, sind zu gering.

Wer sich in so einem Fall schon im Vorfeld durch Vereinbarungen, Versicherungen oder Sparsamkeit geschützt hat, ist im Vorteil. Ansonsten ist schnelles Handeln gefragt und Sie müssen trotz der unangenehmen Lage an Ihre Finanzen denken. Wenden Sie sich in so einem Fall schnellstmöglich an einen Schuldnerberater. Er hilft Ihnen dabei, die Situation zu kontrollieren, den Überblick zu behalten und sich aus der Schuldenfalle zu befreien.

Die selbstverschuldete Schuldenfalle

Viele Menschen nehmen einen Kredit auf oder kaufen auf Raten ein, um sich den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen. Wer sich sorgfältig um die Rückzahlung gekümmert hat, hat nichts weiter zu befürchten. Doch wer über seinen Verhältnissen lebt oder seine eigene Zahlungsfähigkeit überschätzt, sitzt schnell in der Schuldenfalle.

Ein häufiger Grund für diese Art der Schuldenfalle sind größere Anschaffungen. Gerade junge Leute laufen schnell Gefahr sich zu verschulden, wenn sie sich ein neues Smartphone mit teurem Vertrag und hohen Zusatzkosten oder ein Auto zulegen, ohne sich über die Finanzierung Gedanken zu machen. Doch nicht nur unkontrollierter Konsum oder das Aufnehmen von Dispositionskrediten belasten den Haushalt. Auch die Finanzierung von Immobilien, eine gescheiterte Selbstständigkeit oder zu hohe Energiekosten zählen zu den selbstverschuldeten Schuldenfallen.

Mit selbstverschuldet ist jedoch nicht gemeint, dass ein Schuldner sich fahrlässig in die Schuldenfalle manövriert. Nicht jedes Ereignis im Leben ist vorhersehbar und oft vollzieht sich der Weg in die Schuldenfalle schleichend und unbemerkt. Gerade deshalb ist es wichtig, das eigene Konsumverhalten zu reflektieren und realistisch zu bleiben. Wenn Sie damit Schwierigkeiten haben, kann ein Haushaltsbuch helfen.

Bevor sie einen Kredit aufnehmen oder über Ratenzahlungen verhandeln, sollten Sie sich umfassend und an mehreren Stellen beraten lassen. Kredite sollten nur bei wirklich notwendigen Anschaffungen aufgenommen werden, nicht um Luxusausgaben zu finanzieren. Für die normalen Lebenshaltungskosten sollte man selber aufkommen können und sich gegebenenfalls um staatliche Leistungen bemühen, falls diese noch nicht ausgeschöpft sind. Außerdem sollten Sie bei der Tilgung nicht zu eng kalkulieren und sich bei Krediten um eine lange Laufzeit und niedrige Zinsen bemühen.

Wie komme ich wieder aus der Schuldenfalle heraus?

Ist die Schuldenfalle zu und der Teufelskreis hat sich geschlossen, ist es wichtig, schnell und besonnen zu handeln. Das Problem zu verdrängen macht es nur schlimmer, deshalb sollten Sie der Realität ins Auge sehen, sich der Herausforderung stellen und das Problem in Angriff nehmen. Das heißt: Auf jeden Fall die Post öffnen und den Überblick über die Schulden behalten. Nehmen Sie so schnell wie möglich Kontakt mit den Gläubigern auf und verhandeln Sie über die Konditionen. Wenn Sie das Gefühl haben, nicht alleine mit der Situation fertig zu werden, suchen Sie Hilfe bei einem Schuldnerberater. Mit seiner Erfahrung und seinen Kompetenzen hilft er Ihnen dabei, sich schnellstmöglich aus der Schuldenfalle zu befreien, damit Sie wieder ein normales Leben führen können!

Bildquellennachweis: © papalapapp – fotolia.de

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