Schuldenfrei durch Schuldensanierung: Diese Dinge müssen Schuldner beachten

von Tino Richter

Immer mehr Menschen in Deutschland sind überschuldet, 2017 waren es bereits mehr als 10% der Bundesbürger¹. Doch dabei muss es nicht bleiben: Im Rahmen einer Schuldensanierung werden die persönlichen Finanzen organisiert und die Schulden in Rücksprache mit den Gläubigern gezielt abgezahlt.

Sicherheit durch fachliche Beratung

Zunächst sollten sich Schuldner, die eine Schuldensanierung anstreben, eine fachliche Beratung suchen. Ein Schuldnerberater oder ein Anwalt unterstützt den Schuldner bei der Prüfung und Rechtmäßigkeit sämtlicher Forderungen und kann zudem Kontakt zu den Gläubigern herstellen.

Ist auch Ihr Portemonnaie leer und Sie brauchen Hilfe bei der Schuldensanierung?

Ist auch Ihr Portemonnaie leer und Sie brauchen Hilfe bei der Schuldensanierung? Dann rufen Sie uns an unter 089 / 217687315.

Gemeinsam mit dem Fachmann kann ein Schuldenbereinigungsplan erstellt werden.

Mit dessen Hilfe können die Schulden überblickt und gezielt getilgt werden. Für eine erfolgreiche Schuldensanierung müssen zunächst sämtliche Gläubiger ermittelt und kontaktiert werden.

Danach werden die entsprechenden Daten am besten in einer Tabelle notiert – direkt mit den entsprechenden Forderungen und weiteren Details, die für die Schuldensanierung notwendig sind.

Gläubiger kontaktieren, wichtige Informationen einholen

Falls wichtige Informationen fehlen, müssen die Gläubiger kontaktiert werden. Dann kann ein Forderungsverlauf erstellt werden, den der Schuldner als Orientierungshilfe nutzen kann.

Wichtig: Auch Gläubigern können Fehler unterlaufen. Deshalb sollten sämtliche Dokumente auf ihre Richtigkeit geprüft werden. Wer sich das nicht zutraut, zieht einen Schuldenberater hinzu. Sinnvoll ist dies vor allem bei Schulden im höheren Bereich oder bei Schulden, die bereits seit langer Zeit bestehen. Womöglich ist bereits eine Verjährung eingetreten, die den Schuldner von der Rückzahlung befreit.

Prüfen sollten Schuldner auch Kosten und Zinsen. Eine titulierte Forderung verjährt innerhalb einiger Jahre, insofern keine weiteren rechtlichen Schritte unternommen wurden. Wenn die Forderungen an Rechtsanwälte oder Inkassounternehmen abgetreten wurden, müssen entsprechende Dokumente eingeholt werden, die dies belegen.

Das ist wichtig für die spätere Rückzahlung, denn ohne amtliche Abtretung kann der offene Betrag womöglich an den ursprünglichen Gläubiger zurückgezahlt werden.

Schuldenbereinigungsplan hilft bei der Schuldensanierung

Der erstellte Schuldenbereinigungsplan sollte möglichst detailliert und vollständig sein. Ein ausführliches Dokument gibt Schuldnern die Möglichkeit, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.

Der Plan hält die Schulden fest, die noch offen sind und gibt damit Schuldnern und Gläubigern gleichermaßen einen Überblick über sämtliche Posten und etwaige Details, die gerade bei langfristigen Schuldenfällen oft untergehen.

Die Schuldensanierung über einen Schuldenbereinigungsplan spart zwischen 20 und 80 Prozent der Schulden ein. Abhängig ist dies von der Anzahl der Gläubiger, sowie der Summe der Verbindlichkeiten. Allerdings müssen in die Kalkulation auch Faktoren wie die berufliche Situation des Schuldners und mögliche Unterhaltsverpflichtungen miteinbezogen werden.

Ratenzahlung oder Einmalzahlung

Die Ratenzahlung bedeutet für viele Schuldner eine finanzielle Entlastung, da monatlich nur kleine Beträge abbezahlt werden müssen. Allerdings entstehen durch eine Ratenzahlungsvereinbarung oftmals weitere Kosten, welche die vollständige Tilgung der Schulden hinauszögern. Zudem ist die dauerhafte finanzielle Belastung nicht immer einer einmaligen Rückzahlung vorzuziehen.

Vor allem bei kleineren Beträgen oder wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind, um einen größeren Rückstand auf einmal zurückzuzahlen, ist eine Einmalzahlung sinnvoll. Schuldner sollten in Rücksprache mit einem Fachmann und im Hinblick auf die individuelle Situation die Vorteile und Nachteile beider Varianten abwägen.

Kann trotz aller Schritte keine Einigung mit den Gläubigern erzielt werden, kann ein Insolvenzverfahren sinnvoll sein. Bei einem solchen Verfahren wird das Einkommen aufgeschlüsselt und der Überschuss an die Gläubiger zurückbezahlt. Wie viel das ist, hängt von der Schulden- und Einkommenshöhe ab. Nach sechs Jahren (bei Privatinsolvenz) wird das Verfahren mit der Restschuldbefreiung geschlossen und der Gläubiger ist schuldenfrei.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Schuldensanierung oder benötigen Sie eine Beratung? Dann rufen Sie uns an unter 089 / 217687315, schreiben Sie eine E-Mail an info@schuldnerberatung-richter.de oder vereinbaren Sie einen Termin über unsere Online-Terminbuchung.

¹Quelle: www.zeit.de 

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